Max-Herrmann-Dissertationspreis der Gesellschaft für Theatergeschichte 2019

Ausschreibung

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach einem Jahr Pause lobt die Gesellschaft für Theatergeschichte ihren Förderpreis neu und verändert aus: Wir bitten um die Einreichung von herausragenden Doktorarbeiten mit theaterhistorischem Inhalt.

Der Preis wird in Erinnerung an Max Herrmann, den 1942 im Konzentrationslager Theresienstadt unwürdig ums Leben gekommenen Begründer der Berliner Theaterwissenschaft, Max-Herrmann-Dissertationspreis der Gesellschaft für Theatergeschichte heißen und zusammen mit dem Max-Herrmann-Preis der Freunde der Staatsbibliothek Berlin im Mai 2020 verliehen werden.

Ausnahmsweise wird die in der Satzung vorgesehene Einreichungsfrist jedoch diesmal bis 31. Januar 2020 verlängert.

Die Satzung des Max-Herrmann-Dissertationspreises der Gesellschaft für Theatergeschichte mit den entsprechenden Informationen finden Sie hier.

Wir bitten um rege Beteiligung.

43. Gesellschaftsabend am 27. März 2020, 19 Uhr: Prof. Dr. Matthias Warstat

Revolution auf der Bühne? Die Berliner Theaterlandschaft und der Systemwechsel

Die Theaterlandschaften in der Bundesrepublik und in der DDR entwickelten sich nach 1949 unterschiedlich, blieben aber eng aufeinander bezogen. Beide Systeme knüpften an die seit dem 18. Jahrhundert gewachsenen Strukturen der deutschen Stadt- und Staatstheater an; beide wiesen dem Theater auf je eigene Weise einen zentralen Ort im öffentlichen Leben zu, der allerdings nicht ungefährdet blieb; und beide teilten zeitweise ein starkes Interesse an einem gesellschaftsbezogenen, ‚realistischen‘ Theater, ohne dieses Attribut allerdings in gleicher Weise zu definieren. Nicht wenige herausragende Theaterleute waren in beiden deutschen Staaten präsent. Trotz dieser Gemeinsamkeiten gestaltete sich das Zusammenwachsen der beiden Theaterlandschaften nach 1989 schwierig, wie sich am Beispiel Berlins markant zeigen lässt. Die Monate vor und nach dem Mauerfall hinterließen bei den Theaterleuten auch deshalb tiefe Spuren, weil sich angesichts von Publikumsschwund und Legitimationszwängen einmal mehr die Frage stellte, ob Theaterspielen überhaupt einen Sinn hat, wenn die Ereignisse auf der Straße dramatischer erscheinen als auf der Bühne. Der Vortrag fragt danach, wie sich die Umbrüche der Jahre 1989-90 im Berliner Theater spiegelten, welche Rolle der Theaterpraxis und ihren Akteuren im Berlin der Wendezeit zukam – und ob die Theater tatsächlich zu Bühnen der ‚friedlichen Revolution‘ werden konnten.

 

Ort: Kulturvolk | Freie Volksbühne Berlin e.V.
Ruhrstr. 6
10709 Berlin
(U Fehrbelliner Platz/Konstanzer Straße)
www.kulturvolk.de

Beginn 19 Uhr; der Eintritt ist frei
Gäste sind herzlich willkommen!

 

Bd. 81 der Schriften erschienen: Perspektiven auf Max Herrmann

Band 81 der Schriften der Gesellschaft für Theatergeschichte ist erschienen:

Stephan Dörschel, Matthias Warstat (Hg.): Perspektiven auf Max Herrmann. 100 Jahre Forschungen zur deutschen Theatergeschichte. Berlin 2018. 208 S. mit 25 Abb. ISBN 978-3-924955-22-9; 49,- €

 

Der Band versammelt u.a. die Vorträge, die 2014 auf dem Max Herrmann-Symposium gehalten worden sind. Inhalt

Informationen zum Symposium erhalten Sie hier.

 

 

 

 

Die Mitglieder der Gesellschaft für Theatergeschichte haben den Band im Rahmen ihrer Mitgliedschaft erhalten.

Interessierte Nicht-Mitglieder können den Band bestellen über:

Gesellschaft für Theatergeschichte e. V.
c/o Dr. Ralf Schuster
Sponholzstraße 27
12159 Berlin

oder per E-Mail schatzmeister1@theatergeschichte.org

Gesellschaftsabende 2019/20

Der letzte Gesellschaftsabend der Saison 2019/20, zu dem wir Sie herzlich einladen, findet an folgendem Termin statt:

Freitag, 27. März 2020, 19 Uhr

Mit einem Gesellschaftsabend am Freitag, 25. September 2020, 19 Uhr starten wir dann in die neue Saison.

Der Eintritt ist frei, Gäste sind herzlich willkommen.

Ort: Kulturvolk | Freie Volksbühne Berlin e.V.
Veranstaltungsraum
Ruhrstr. 6
10709 Berlin
www.kulturvolk.de

 

Theatergeschichte aktuell

Unseren Newsletter 42 finden Sie unter
Theatergeschichte aktuell 42 (Jan./Feb. 2020)

Möchten Sie den Newsletter regelmäßig per E-Mail zugeschickt bekommen? Dann kontaktieren Sie bitte den Ersten Schriftführer Stephan Dörschel.
E-Mail: Schriftfuehrer1@Theatergeschichte.org

100 Jahre TWS Köln

Die Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universität zu Köln feiert im Dezember 2019 ihr 100-jähriges Jubiläum.

Ein Gespräch mit Institutsleiter Prof. Dr. Peter W. Marx in der Sendung Mosaik im WDR 3 vom 16.11.2019 können Sie hier nachhören.

Dokumentation Wiener Theater

Paul S. Ulrich, Vorsitzender der Gesellschaft für Theatergeschichte, hat mit dem Wien-Band den ersten Teil seiner geplanten Dokumentationsreihe zu Topographie und Repertoire von europäischen Theaterstädten und -regionen vorgelegt.

Wiener Theater (1752-1918). Dokumentation zu Topographie und Repertoire anhand von universalen Theateralmanachen und lokalen Theaterjournalen. mit einem Überblick zu Zeitungen mit Theaterreferaten und deren Referenten. (Topographie und Repertoire des Theaters. 1: Österreich: Wien) Wien: Hollwitzer 2018. L, 363 S.

Den Flyer des Verlags in Englisch und Deutsch finden Sie hier.